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Die Welt ist ein Schweindl. Das wissen wir längst. Wir lesen den Timaios mit Sloterdijk - wir sehen die selbstgenügsame Biosphäre in sich wieder aufnehmen, was sie zuvor aus ihrer Fülle ins Dasein entlassen hat. Beruhigend. Da fühlt man sich eingebunden, ins kosmische System neurotisch-zufriedener Autokoprophagie - und mir erscheint es plötzlich wenigstens plausibel, für das CC einer Zeitung zu arbeiten, die ihre Bilder mit "Hier saugte Natascha Priklopils BMW!" unterlegt. Ich bin gleichsam ein marketinggeneriertes Bakterium, etwa auf der Hierarchieebene der berüchtigten Digestivum-Essensis Kulturen: gehalten einer universalen Peristaltik die Geschmeidigkeit zu bewahren. Abonnentenverwaltung gewinnt mit einem mal Dimensionen globaler Ernährungspolitik - als aktive Intervention im selbstbezüglichen Welt-hunger nach eigenen Faeces.. Ein schöner Gedanke - wiewohl notorische Detailpeiniger mir auch diesen Glauben nehmen werden.. der zeitlosen Ordnung umfassender Vorverdautheit gemäß, bleibt dem ewig sich selbst gleichen Exkrementalquantum nämlich nur die kontemplative Selbstkompostierung..

19.9.06 01:45


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