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Hanfblüten I

Wir verstehen die Allegorie in der Regel verkehrt herum.. was wir auf den ersten Blick sehen ist sozusagen das betreffende Eidos – wie sehen hingegen – zunächst – nicht das Perspektivische des Künstlers, sein originiäres Statement.  Das liegt wohl an der eidetischen Prädisposition der Erfahrung. Die Allegorie ist ein probates Mittel ideologischer Agitation  und bewegt sich in der Nähe zum „Vor-urteil“ (in einem sehr weiten, hermeneutischen Sinn). Wer selbst Allegorien ausdenken möchte, geht dabei zwangsläufig entweder platonisch – d.h. wesenserforschend, meditativ schauend – oder politisch konstruktiv, manipulativ vor.  In jedem Fall steckt dahinter eine genuin philosophische „Was ist .. ?“ – Frage.

Existenzielle Dimension der Allegorie – die Weise, wie das Abstraktum in uns präsent ist – ist das eine Rückübersetzung, oder ist es nicht eigentlich umgekehrt? Die „Gerechtigkeit“ als solche ist uns schon längst unmittelbares Medium bevor wir ihren Abstrakten Begriff verstehen und, als Juristen, Philosophen oder sonstwas vielleicht sogar begrifflich  „auslegen“. Es ist also eigentlich kein „Rückübersetzen“ von Abstrakta in die Welt der Menschen – keine platonische Inkarnation, kein gnostischer Sturz der Idee ins Fleisch – die Allegorie: möglicherweise überhaupt die natürliche Form des Abstraktums – erste Erfahrungen etwa von Ungerechtigkeit begegnen manifest in Personen – beim aktiven Gestalten der Allegorie vollzieht sich ein interessanter hermeneutischer Zirkelprozess: wir haben einen Vorbergriff davon, was wir unter „Gerechtigkeit“ verstehen – möglicherweise sogar eine „Theorie“, die geschichtlich auf uns gekommen ist – man könnte etwa psychoanalytisch die Genesis der Moral im An- und Abwesen guter und böser Brüste inszenieren.. das bedeutet aber doch eigentlich: es gibt keine rein vorprädikative Dimension – keine nicht schon begrifflich vorstrukturierte Lebenswelt? Allegorie ist damit immer auch ein Stück Re-konstruktion als Destruktion – Auslegung und damit doch wieder Wesensforschung.

Theologische Allegorese enthält  den Anspruch auf Kenntnis der Gedanken des Künstlers – also Gottes. Und das in einem radikalen Sinn – wenn es der Anspruch der Allegorie ist, uns über unsere eidetische Fixierung sozusagen zu überwältigen – uns „die Gerechtigkeit“ vorstellig zu machen und dabei die gegebene Interpretation mit der Würde und Durchlagskraft des Allgemeinbegriffes auszustatten – dann hat Bibelallegorese den Touch einer theologischen Spionagetätigkeit. Man schaut dem lieben Gott dabei sozusagen aufs Maul und plattelt seine rhetorischen Tricksereien auf.  

30.9.07 20:06


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Hanfblüten II (kommentarlos)

no co,meent-no. komm ent! der baumwächter, weisst eh

wir .

ich hatte einen gedanken, aber jetzt ist er weg.

lach wie gekürzt. berückend bekürzt - die kürze ist die circe, die uns zu säuen macht-

wir verformen die tradition, indem wir sie lebend..

also. wie wenn einer was vorlebt, das er wo gelesen hat - wie in einer MOdel. von den keksen uns sowas..

uns sowas.

also, einer liest was und er nimmt das auf - also der .. der merkt das aber nicht ! er möchte gern sein wie Oscar Wilde, ein Dandy,

"sagen wir  "es"  mal so." ganz einfach so.

wie da ein TZext mir zu-wider-läuft, das ist mir ganz dekonstuktiv vorgekommen jetzt. ich hab . weil das ist eh garni cht so nlp-öd mit dem Text. un d das der alles sein soll.

gleichzeitig. der mann, der wie oscar wilde sein möchte, der hat ja den oscar wilde nicht erfunden. und der hat sich ja auch selber nicht ausgefunden. / zu viel an psychoanalyse jemand hat sich aus-gefunden. bis der ganz aus war. / (symmetrie. das gibt dem Ganzen ein Gesicht, wie wenn das Ganze also solchernackt ein Gesicht hätte - meine Herren. das wär etwas! der den Oscar Wilde nicht erfunden hat!-

oscar wilde hat sich auch nicht selber erfunden. existenziell gesehen. hier ist eine ontolgoische differenz zu konstatieren: herr kollege: der Oscar Wilde als "Oscar Wilde" ist ja doch erfunden . die anführungszeichen auch für ihn selbst - als empirisches Ich sozusagen. im sinne der "existentia"- sein sein als Faktum=?

Mörder-des-keks-truktive Gedanken.

herrschaftszeiten,

eine revolution,

wie man vom Heidegger auf den Tugendhat gekommen  vielleicht gar nciht  wie vom Pferd zu den Eseln? onto-linguistik -  bei Aristoteles!!

"Oscar Wilde": er für sich selber - das selber aber das Verhältnis - auch als ontologische Bewegung - als transzendentales sich-konstituieren, wie die Hand beim Escher, die sich selber zeichnet. und dabei aber Bücher liest und Papa und mama hat, die einem was vorlesen oder nicht. das transzendentale Verhältnis des hermeneutisch zirkulären selbstbezuges - das ganze dann noch..

wenn Kierkegaard das gesehen hat!!!

das Ganze geladen mit biographie - das Ganze hat mein Gesicht. - dann war der wirklich ein..

oscar wilde, als das, wie er "tradiert" wird. er wird wie ein klumpert übergeben. wir schauen ihn als eine sache an.  und wir übergeben ihn indem wir ihn adaptieren - wen..     das oscar wilde das Gemisch, die Adaption ist keine Adaption sondern kreation, schöperisch im edelsten sinne - nicht-gnostisch, geheimnisvoll, schön, so schön schimmernder fungelgedanke

schimmern ist schön.

ein ich-kosmos.

einer, der stirbt.

das ist sehr traurig.

er braucht keine angst haben.

alles wird gut, oscar wilde 

30.9.07 20:17





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