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Gelebt

Aus meiner Privatkorrespondenz

 Das folgende habe ich unlängst per Mail bekommen...

" Hey! Mein namen Alexandra . Wie deinen Namen??? Ich fuhle, dass es  Schicksal Ich ist will es prufen. Ich das bezaubernde, attraktive, sexuelle Madchen, ohne schadliche Gewohnheiten! Denke,  dass ich dumm, bei mir die Hochschulbildung nicht nach.  Auf meinem lebenwichtigen Weg war fast aller fur mein kurzes Leben,  aber niemals war der vorliegenden, aufrichtigen, gegenseitigen Liebe. Mein lebenwichtiges Motto: geliebt zu lieben und zu sein!!! Ich strebe danach gern, aber bei mir auf keine Weise es sich ergibt, es zu erreichen! Wenn ich dir wie die Frau nicht interessant bin, so wurde ich gern dir Freund, ich liebe, die Bekanntschaften zu fuhren. Doch will ich auf diesem Grundstuck seines Gluck finden!!! Wie du es real denkst???)))Mich sehr interessierte dein Profil aus vielen Profiln! Moglich ist es Schicksal, dass ich deinen Fragebogen sah! Mein Foto darfst du in meinem Profil sehen! Ich finde sehr bescheiden, aber ich im Mann die Rosine, so kann ich die Tapferkeit zeigen, ihn kennenzulernen.Doch wenn du mich interessant wirklich findest, so schreibe bitte mir auf meinen e-mail.

 

Ich hab zwar kein Profil, folgendes ist dazu aber schon zu sagen:

hallo. ja. ich auch gefehlige madchen mit  gefarlich gewonheit for sexuell attraktive madchen und bezaubernde hochschulbildung. muss also, dass es schycksal ist in meine leben, wie die frau nicht interessant bin die bekanntschaften zu fuhren und manner genau so. wie gro? ist diese grundstuck deines Glucks? gerne strebe ich danach. in meinem leben mit aufrichtigen und gegenseitigen grundstuck fur mich und mein onkel zu leben konnen. attraktive, sexuelle onkel gro?e dracke von kuh-lux-klan  mit lange gute geschichte und einmal eine reiche inpersonator elwis gewesen und eigene kuhe. aber spater mit elwis  auf schlechte weg und grundstuck, schweinderl, kuhe mit kapuze genommen mit der wind. jetzt wenn du russland und die grundstuck deines glucks mit mir und gefehliche mann mich verheiratest, wird  onkel russiche  mit love me tender und  wider eigene kuh und kapuze mit elektrische zu melken in neue russland auf grundstuck des glucks, mit kleine draken fur dich und mich und glucklich fur alle drei.

 meine attraktive onkel in gute zeitpunkt
und immer mit kuh spass gewesen und wird wieder sein auf grundstuck von
gluck
31.5.09 17:56


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deus sive natura oder eine wirtshausblüte..

Wo der weinselige Tiefsinn die Glaubensfrage stellt, fördert er meist zutage, was man den Pitheko-theismus nennen könnte.  Sein Erfolg verdankt sich der geistvollen Synthese von Evolutionstheorie und Kreationismus.  Für den Pitheko-theisten nämlich bedeutet es keinen nennenswerten Widerspruch, sich zu einem populären Jenseitsglauben zu bekennen, der, wiewohl bescheiden, „ganz sicher irgendwas“ nach dem Tode verspricht und andererseits,  jeden für ein Relikt des Mittelalters zu halten, der Welt und Mensch für eine Schöpfung Gottes hält.  Dieses Wunder vollzieht sich in der im christlichen Ritus bewährten Weise der Wandlung:  während der Kreationismus Gott selbst als Schöpfer in Erscheinung treten läßt,  wird er im Pitheko-theismus kurzerhand durch „den Affen“ substituiert.  Aus ihm tritt sprunghaft, sozusagen als Einbruch des Numinosen in die Kontinuität der natürlichen Entwicklung, „der Mensch“, samt seiner post-mortalen Grundausstattung, hervor, bereit seinen zu göttlichen Ehren gekommenen Ahnen jenseitig zu überflügeln.  Die Interpretation einer Theorie der unsterblichen Seele als Selektionsvorteil im Rahmen der Artentwicklung durch führende Pitheko-theisten steht allerdings  noch aus und wird allgemein mit großer Spannung erwartet...
19.1.08 15:19


Hanfblüten II (kommentarlos)

no co,meent-no. komm ent! der baumwächter, weisst eh

wir .

ich hatte einen gedanken, aber jetzt ist er weg.

lach wie gekürzt. berückend bekürzt - die kürze ist die circe, die uns zu säuen macht-

wir verformen die tradition, indem wir sie lebend..

also. wie wenn einer was vorlebt, das er wo gelesen hat - wie in einer MOdel. von den keksen uns sowas..

uns sowas.

also, einer liest was und er nimmt das auf - also der .. der merkt das aber nicht ! er möchte gern sein wie Oscar Wilde, ein Dandy,

"sagen wir  "es"  mal so." ganz einfach so.

wie da ein TZext mir zu-wider-läuft, das ist mir ganz dekonstuktiv vorgekommen jetzt. ich hab . weil das ist eh garni cht so nlp-öd mit dem Text. un d das der alles sein soll.

gleichzeitig. der mann, der wie oscar wilde sein möchte, der hat ja den oscar wilde nicht erfunden. und der hat sich ja auch selber nicht ausgefunden. / zu viel an psychoanalyse jemand hat sich aus-gefunden. bis der ganz aus war. / (symmetrie. das gibt dem Ganzen ein Gesicht, wie wenn das Ganze also solchernackt ein Gesicht hätte - meine Herren. das wär etwas! der den Oscar Wilde nicht erfunden hat!-

oscar wilde hat sich auch nicht selber erfunden. existenziell gesehen. hier ist eine ontolgoische differenz zu konstatieren: herr kollege: der Oscar Wilde als "Oscar Wilde" ist ja doch erfunden . die anführungszeichen auch für ihn selbst - als empirisches Ich sozusagen. im sinne der "existentia"- sein sein als Faktum=?

Mörder-des-keks-truktive Gedanken.

herrschaftszeiten,

eine revolution,

wie man vom Heidegger auf den Tugendhat gekommen  vielleicht gar nciht  wie vom Pferd zu den Eseln? onto-linguistik -  bei Aristoteles!!

"Oscar Wilde": er für sich selber - das selber aber das Verhältnis - auch als ontologische Bewegung - als transzendentales sich-konstituieren, wie die Hand beim Escher, die sich selber zeichnet. und dabei aber Bücher liest und Papa und mama hat, die einem was vorlesen oder nicht. das transzendentale Verhältnis des hermeneutisch zirkulären selbstbezuges - das ganze dann noch..

wenn Kierkegaard das gesehen hat!!!

das Ganze geladen mit biographie - das Ganze hat mein Gesicht. - dann war der wirklich ein..

oscar wilde, als das, wie er "tradiert" wird. er wird wie ein klumpert übergeben. wir schauen ihn als eine sache an.  und wir übergeben ihn indem wir ihn adaptieren - wen..     das oscar wilde das Gemisch, die Adaption ist keine Adaption sondern kreation, schöperisch im edelsten sinne - nicht-gnostisch, geheimnisvoll, schön, so schön schimmernder fungelgedanke

schimmern ist schön.

ein ich-kosmos.

einer, der stirbt.

das ist sehr traurig.

er braucht keine angst haben.

alles wird gut, oscar wilde 

30.9.07 20:17


Die deutschen Kollegen am Institut für Philosophie beweisen wieder einmal ihren innovativen Spirit - diesmal betreffs der Erschließung sogenannter Drittmittel.. check it out
10.2.07 09:48


noch mehr kaffeehausquatsch..

W. Benjamin hat uns ein schönes Stück über den Feigenfraß hinterlassen – es handelt von den Ambivalenzen des erotischen Obstrausches, von Geilheit, Gier und Übersättigung – kurz von den bekannten Konstituenten des gastronomischen Rotlichbezirkes, dem ein Deutscher in mediterranen Gefielden wohl leicht verfallen mag.. Unsereins muß sich, in einer Klimazone gestrandet, in der es schon weh tut nur vor die Tür zu gehen, mit dem mehlspeistechnischen Analogon zum coitus interruptus begnügen. Ich denke dabei etwa an die landesübliche Sachertorte – und im Speziellen an jene, die man in der Aida vorgesetzt bekommt. Man folgt dort generell den Idealen gemäßigter Selbstzucht - der Schriftzug bereits das rezente „meden agan“ örtlicher Tortenkultur. Eher ein harmloses Anmierlokal, ohne die garstigen Separees, in denen Benjamins Feigen beheimatet sind. Das beginnt schon bei der üblichen Keilform der Mehlspeis, durch die sich ein indirekt proportionales Verhältnis von Portionsgröße und –quantum ergibt: je weniger Torte, desto größer das aufgespießte Stückl. Das entspricht bereits von der Anlage her eher einem scholastischen Zugang: quasi negative Theologie und ein Mehlspeisgott, der mit zunehmender Abwesenheit an Präsenz gewinnt. Freud hat übrigens den coitus interruptus für den Ursprung der neurotischen Angst gehalten.. – ich meine dagegen, man sollte über den Winter wenigstens nach Italien ziehen.

 


 

28.1.07 23:27


Vom An- und Ablegen im Kaffeehaus

Manchen haben wir schon verhalten beobachtet – über einen langen Nachmittag im Kaffehaus hin, und haben es erst in den Augenblicken seines Ankleidens gewagt, ihn unverwandt, ja geradezu schamlos zu betrachten. Das scheint übrigens nicht nur entschuldbar, sondern sogar unser gutes Recht zu sein. Der Blick gewinnt dabei etwas Maßnehmendes – wir werden schließlich Zeugen einer Verwandlung. Man rückt sich zurecht, arrangiert die notwendigen Accessoires und bemüht sich redlich, um die Restauration der Erscheinung, die man dem geneigten Publikum beim Verlassen des Hauses zugedacht hatte. Man wechselt sozusagen ins je adäquate Bühnentrikot.

Der Sich-Ankleidende verfällt demgemäß während seiner profanen Verrichtungen ganz in den Modus der selbstgenügsamen Betriebsamkeit – er nestelt an sich herum und enthält sich meist schamvoll aller zu offenen Mimik. Wir wären alle gerne ein fertiger Schmetterling – den Rock schon ab ovo geknöpft, voll adjustiert sozusagen..

Sind wir übrigens der/dem Scheidenden über eine stille Kaffehausromanze verbunden, dürfen wir erst nach dem vollständigen Ende dieser Prozedur auf den ersehnten Abschiedsblick hoffen. Unsere heimlichen Alltagsromantizismen zeigen sich nämlich mit Recht gegen jede Brachialität empfindlich.

Der rituelle Ernst, die relative Hast und die schwebende Unsicherheit, die all das Zupfen und bei Fuß nehmen der Schirme begleiten, mag auch ein wenig vom schlechten Gewissen aller Reisenden rühren. An- und Ablegen im Kaffehaus haben wenigstens den Charakter eines Rite du Passage. Sie charakterisieren den Wechselverkehr, zwischen der Welt des geordneten Müßigganges und der Ordnung weltlicher Verrichtung, die einer vollständig angelegten Zivilkleidung immer anhaftet. Die Homogeneität des Mediums, von den planvollen Müßiggängern im selben Maße hervorgebracht, wie sie sich selbst ihm verdanken, erfährt eine kalkulierte Irritation – und mit der nötigen Spitzfindigkeit ließe sich sagen, es liege ein paradigmatisches Moment existenzieller Dialektik im Aufgehoben-Sein der Betriebsamkeit in den Blicken der schon oder noch Initiierten, die dem Ankommen und Scheiden des Kaffeehausgastes eine Bühne bereiten. Am Ende werden wir uns alle anziehen müssen.. Jeder Bürokaufmann ein Odysseus, jeder Aufbruch eine mythische Individuation – oder wenigstens eine Operette..

27.1.07 00:51


Der Trafikant in Zivil

Wer den Trafikanten abseits seines natürlichen Lebensraumes antrifft, sei es in der Badener Bahn oder gar im Aufzug, bezieht daraus genügend Inspiration um es gedanklich mühelos, sagen wir, von der Josefstadt bis nach Siebenhirten zu bringen.  Mit einem beiläufigen „Guten Morgen“ überantwortet er uns einem daimonischen Schauer vager Empfindungen und provoziert das Durchlaufen eines Panoptikums bekannter Gesichter. Solange das Gefühl der befreienden Evidenz sich nicht einstellt, bleibt er damit gleichsam ein Trafikant in statu nascendi. Wir wollen ihm dafür dankbar sein und ihm den Ehrentitel eines ontologischen Guerillieros zusprechen. Denn einmal enttarnt, können wir nicht umhin, auch die geheimnisvolle Weise seines Hervorgehens aus dem gespenstischen Nebel unserer Assoziationen zu bedenken – und damit kämen wir, theoretisch wenigstens, sogar bis nach Baden.

26.1.07 23:20


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