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Gelebt

Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang:  der Blues, die Badener Bahn, Ergonautische Winterreise..




18.1.07 22:28


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Die Welt ist ein Schweindl. Das wissen wir längst. Wir lesen den Timaios mit Sloterdijk - wir sehen die selbstgenügsame Biosphäre in sich wieder aufnehmen, was sie zuvor aus ihrer Fülle ins Dasein entlassen hat. Beruhigend. Da fühlt man sich eingebunden, ins kosmische System neurotisch-zufriedener Autokoprophagie - und mir erscheint es plötzlich wenigstens plausibel, für das CC einer Zeitung zu arbeiten, die ihre Bilder mit "Hier saugte Natascha Priklopils BMW!" unterlegt. Ich bin gleichsam ein marketinggeneriertes Bakterium, etwa auf der Hierarchieebene der berüchtigten Digestivum-Essensis Kulturen: gehalten einer universalen Peristaltik die Geschmeidigkeit zu bewahren. Abonnentenverwaltung gewinnt mit einem mal Dimensionen globaler Ernährungspolitik - als aktive Intervention im selbstbezüglichen Welt-hunger nach eigenen Faeces.. Ein schöner Gedanke - wiewohl notorische Detailpeiniger mir auch diesen Glauben nehmen werden.. der zeitlosen Ordnung umfassender Vorverdautheit gemäß, bleibt dem ewig sich selbst gleichen Exkrementalquantum nämlich nur die kontemplative Selbstkompostierung..

19.9.06 01:45


Exsultet!

Ab heute herrscht Lichtzwang auf unseren Straßen: kein Hinüberdunkeln zu Dir. Schon gar nicht am Karsamstag. Freud-Jahr: da gibt’s keine Zufälle. Das sind Exzesse christlich-sozialen Unbewusstseins. Die Ausweitung der katholischen Osterliturgie auf den öffentlichen Verkehr: Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchtet dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel. Erhellend: so leuchtet das lumen christi verkehrsministeriellem Symbolbewusstsein den Weg zum rechten Zeitpunkt (kairos). Was den großen König betrifft, mag man sich Adler zuwenden (Organminderwertigkeit) oder auch esoterischen Verschwörungstehoretikern.. liturgischer Vorwahlkampf, die Straßen von motorisierten Osterkerzen erleuchtet: Unheimliche Dinge gehen da vor. Rituell komponierte Verkehrsreformen, juridische Theurgie, wenn nicht weit Schlimmeres.. Wer Ohren hat zu hören, der benutze heute vorsichtshalber die Öffentlichen..


15.4.06 12:44


Es ist ein altes Lied, der Gleichklang von Vermögen und vermögen.. weil ohne Vermögen vermag man eben nichts, auch nicht im Netz, wo der Pro-vider, in seiner weisen Voraussicht, einem das Modem gleich abdreht, wenn man statt pekuniärer Liquidität sich weniger geistlosen Flüssigkeiten ergibt und folglich seine Rechnungen nicht pünktlich bezahlen kann.. zum Dank eröffnen sich dann, in den Phasen erzwungener (Netz-)Abstinenz, die Freuden tendenziell vormärzlicher Abendvergnügungen, also der durchaus trockenen Lektüre. Und so führen sie uns, streng aber gerecht, den Pfad der Tugend entlang - sprich: die Groschlfuchser von Chello: für mich eine moralische Anstalt.

13.4.06 23:14


 

 

 

 

Viel gelebt, wenig gedacht, was Interessantes gelesen.. so is das bisweilen. Wenn ich mich frage, was ich denn eigentlich und wirklich haben möchte und mir wünschte: so wäre es - viel Geld, um in einer Folge schwerster sexueller Excesse, sinnloser Saufereien und dementsprechender Gewalthändel endgültig unterzugehen. - so hat der Herr von Doderer das einmal gesagt.. wiewohl: mich dünkt der Excess der Tugend bisweilen durchaus förderlich.. (sc. für den katholisch sozialisierten Österreicher).. denn der Sturz vom ottakringer Wirtshausbankl adelt die unausweichliche Wiederverrichtung alltäglicher Pflichtgegenstände wenigstens mit dem Charme des guten Gewissens..

5.4.06 12:57


Die Weisheit der Werbetexter - get it while you can

Her mit mehr! Keine Kompromisse.Wissen wo´s lang geht. Bakterien lauern schließlich überall! Sehr sauber, sehr sanft. Für jeden Tag gewappnet. Mit der Geschmeidigkeit der Silk-Touch-Oberfläche. Einsatz, Teamgeist, Begeisterung, Leidenschaft!  Hol das Beste für Dich raus. Denn: Zu viele Menschen sterben, weil sie nicht angeschnallt sind: Um Cellulite loszuwerden, sagen sie einfach: „Good bye!“, unsere Piloten der Zukunft. Sicher ist sicher.

29.3.06 00:36


Manchem Langzeitbewohner des Philosophischen Institutes sollte man das Lesen von einem intellektuellen Sachwalter einteilen lassen.. sie laufen sonst nicht nur Gefahr ihre Umgebung mit bibliothekarisch gelagertem Präsentierverhalten zu quälen - sie werden im schlimmsten Fall auch noch Wissenschafter und verlernen vor lauter Dialektik das Spazierengehen.  Kommen Sie meine Herren! Es wird Frühling. Gehn Sie symmetrisch!

28.3.06 00:36


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